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ESA Grimma Volleys belohnten sich nicht für viel Mühe und Aufwand

Nach der kurzen "Weihnachts-Winterpause" empfingen die ESA Grimma Volleys die Zweite Mannschaft des Bundesligisten Rote Raben Vilsbiburg zum ersten Heimspiel der Saison.

Newsitem

Grimma als Drittplatzierter und Vilsbiburg als Sechster der aktuellen Halbzeits-Tabellen ins Spiel startend kannten sich sehr gut aus vielen vergangen Spielen der Letzten Jahre aus dem "Eff Eff", sodass sicherlich die richtige Spieltaktik oder die jeweilige Fitnesskonstellation den Sieger küren würde. Auf Grimmas Spielformular fehlte immer noch die Langzeitverletzte Kapitänin Julia Eckelmann und Mittelblockerin Diana Ceschia, welche nach einer Weisheitszahn-OP noch nicht wieder rechtzeitig einsatzfähig war.

Die altehrwürdige städtische Muldentalhalle (dieses Mal funktionierte leider nur die Hälfte der Tonanlage) war mit 410 volleyballbegeisterten Zuschauern (erneuter Saison-Zuschauer-Rekord) sehr gut gefühlt und das Spiel konnte unter der Leitung der Magdeburger Schiedsrichter Schulz und Weiß pünktlich beginnen.

Am Anfang des ersten Satzes tasteten sich beide Mannschaften vorsichtig ab und kamen bis zur ersten technischen Auszeit auf ein enges 8:6, welches bis zur zweiten technischen Auszeit auf 16:12 von Vilsbiburg ausgebaut wurde. Jetzt waren die niederbayrischen Spielerinnen auf "Betriebstemperatur" angelangt und zogen bis zum ersten Satzball auf 24:19 davon und gewannen den ersten Satz.

Ganz anderes Bild in Satz zwei, Grimma besann sich, wer denn eigentlich der Chef in der "Muldentalhölle" ist und erspielte einen 6:0 Vorsprung, den Vilsbiburgs-Coach Raßhofer erstmal mit einer Auszeit stoppen musste. Gleicher Verlauf, nur umgekehrt, wie im ersten Satz: dieses Mal dominierte Grimma bis zur zweiten technischen Auszeit (16:14) und erhielt beim Stand von 24:19 den ersten Satzball und gewann den Satz. Ähnlich gutes uns solides Auftreten der Hausherrinnen im dritten Satz des Spiels, ständiger Schlagabtausch und Punktewechsel auf beiden Seiten, wo am Ende Grimma verdient aber knapp den dritten Satz mit 25:23 gewann. War das der entscheidende Fingerzeig in Richtung Heimsieg für die ESA Volleys? Nein, Vilsbiburg drehte im vierten Satz unheimlich auf und spielte sich förmlich vor ihren ca. 50 mitgereisten Fans in einen absolut sehenswerten Spielrausch und lies zum Nachsehen der Grimmaer Volleys nichts anbrennen und stellte mit einem klaren 25:20 den Satz-Ausgleich wieder her. Wieder musste die Spielentscheidung im Tiebreak herbeigeführt werden. Dort zeigten die Anschlussspielerinnen des niederbayrischen Bundesligisten Vilsbiburg ihren mentalen und physischen Vorsprung/Stärke und machten mit einem ungefährdeten 15:10 kurzen Prozess und den berühmten "Sack zu".

Die Trainerauswahl zur besten Spielerin des gegnerischen Teams fiel auf Vilsbiburger Seite auf Jeannette Huskic und auf Grimmaer Seite auf die Libera Maria Eckelmann. In den nächsten Tagen steht für das Trainer-Team um Coach Munari viel mentale Aufbauarbeit auf der Agenta, um die Köpfe der Grimmaer Spielerinnen frei zu bekommen, um schon im nächsten Heimspiel zu alter psychischer und physischer Stärke zurück zu gelangen, um gegen die nächste Bundesliga-Reserve, den VC Wiesbaden II, am Sonntag, den 22.01., erfolgreich ins Fahrwasser zurück zu kommen.

Text: J.Beulich; Foto: Memofotografie

[Eintrag vom 15.01.2023]


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