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LVZ: Grimma reißt Erfurt aus allen Träumen

Kirsten Finke verabschiedet sich mit Husarenstück

Schon in Regionalligazeiten kurz vor der Jahrtausendwende kreuzten Volleyballdamen aus Hohnstädt mit Braugold Erfurt die Klingen. Inzwischen stehen sich am hohen Netz die des VV Grimma und des SWE Volley-Teams Erfurt gegenüber. Nur in den wenigen Jahren, als sich jeweils die Vertretung vom Muldental und die aus Thüringen vergebens in der 1. Bundesliga versuchten, Fuß zu fassen, gingen sie sich aus dem Wege. 

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Wenn sie aber aufeinander trafen, gab es auch viele enge Entscheidungen, in denen erst der Tiebreak über die Punkteverteilung Ausschlag gab. So war es auch diesmal.

Im Rückspiel der 2. Bundesliga Süd führten die Domstädterinnen 2:0, kassierten den 2:2-Satzausgleich, sahen aber, als sie 13:7 und 14:9 im fünften Durchgang führten, wie die sichern Siegerinnen aus. Doch am Ende jubelten die Damen von der Mulde, als sie den 26:24-Endstand markierten. 

Nach einem Gästesieg sah es nach den ersten beiden Sätzen nicht aus. Annahmeschwächen führten dazu, dass die SWE-"Schmetterlinge" ihre knappe Führung bis kurz vor Satzende behaupten konnten, im Endspurt sich leicht zum 25:21 und 25:22 absetzten. Eine nun folgende zehnminütige Pause nutzte das VVG-Trainerduo für einige Umstellungen. Fortan übernahm Susanne Besa (19 Punkte) den Part des Diagonalangriffs, und der stärkste VVG-Block versuchte Erfurts Hauptangreiferin aus dem Spiel zu nehmen. Dieser Schachzug war vom Erfolg gekrönt, zudem nun auch die Annahme besser klappte. So wie Erfurt 2:0 in Führung ging, glich Grimma zum 2:2 aus. Beim 25:21 und 25:19 gelang es kurz vor Spielende sich abzusetzen. 
Der von vielen Teams ungeliebte Tiebreak stand an, nachdem schon 120 Minuten vergangen waren. In ihm setzten sich die Herzberg-Schützlinge zunächst auf 8:6, dann auf 13:7 ab. Zwischenzeitlich führten sie 14:9, hatten fünf Matchbälle.

"Als eigentlich das Spiel schon verloren war, folgte der sensationelle Auftritt von Kirsten Finke", schwärmte Despotovic. Ihr gelangen zwei Asse. "Zudem schlug sie so auf, dass die SWE-Damen Probleme bei der Annahme hatten, Grimma so jeden Angriff abwehren konnte und selbst Gelegenheit zum Punkten bekam. In der Schlussphase gab es auch einen langen Ballwechsel mit Happyend für die Muldestädterinnen. Und je mehr der Vorsprung schmolz, um so nervöser wurden die Gastgeberinnen. Als Kirsten Finke, die vor ihrem Umzug in die Schweiz ihr letztes Spiel für den VV Grimma bestritt, zu ihrem siebenten Aufschlag schritt, verstand keiner sein eigens Wort in der Halle. Sekunden später versuchten Erfurts Damen ihrer Enttäuschung Herr zu werden; die des VVG lagen sich in den Armen, freuten sich über zwei Punkte, die ihnen keiner mehr wegnehmen kann. 

"Mit Kampfgeist und einer gehörigen Portion Glück, gelang uns noch der 3:2-Sieg, an den eigentlich keiner mehr geglaubt hatte", stellte Despotovic nach Spielende fest. "Für den gibt es zwei Zähler, einen bekam das Heimteam ab, das eigentlich auch zwei verdient hatte", fügte er noch an. Zu bedenken sei, dass der VVG in Erfurt ohne Hauptangreiferin Anika Boin antrat.

Wilko Finke (www.lvz-online.de, 9.2.2015)

Foto: Frank Trautvetter 

[Eintrag vom 9.02.2015]


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