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LVZ-Vorabdruck: VVG gewinnt "Spiel des Jahres"

<p class="MsoNormal"><strong>„Heimspiel“ in Engelsdorf hält alles, was man sich davon versprochen hat</strong></p> <p class="MsoNormal">Um sich zu freuen, braucht es einen Anlass. Den gab es am späten Samstagabend für die völlig erschöpften, aber glücklichen VVG-Damen, die nach fast zweieinhalb Stunden Spielzeit das erste Bundesliga-Nachbarschaftsduell mit Engelsdorf 3:2 (-21,19,-20,15,17) für sich entscheiden konnten. Unter dem Motto „Krimi statt Sportschau“ hatte das Prestigeduell fast 200 Zuschauer in die Halle gelockt, denen von Beginn an spannende, wenn auch nicht immer hochklassige Volleyballkost und ein finales Kopf-an-Kopf-Rennen geboten wurde, das der Gast nach drei vergebenen Matchbällen doch noch – wenn auch denkbar knapp – gewinnen konnte. </p>

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<p class="MsoNormal">Dabei war dieser schwer erkämpfte Fünfsatzerfolg das Gemeinschaftsprodukt einer erneut leidenschaftlich kämpfenden Grimmaer Mannschaft und ihrer sie lautstark unterstützenden Fangemeinde, die die Engelsdorfer Sporthalle an diesem Abend zu einer Grimmaer Enklave machten. Während die Gäste nach drei Niederlagen diesen wichtigen Sieg gemeinsam mit ihrem Anhang feierten, stand auf der anderen Seite ein enttäuschtes Engelsdorfer Team, das während der gesamten Spielzeit auf Augenhöhe mit dem Gegenüber gespielt, aufopfernd gekämpft und – wenn es das im Volleyball gäbe – ein Unentschieden verdient gehabt hätte. Zum zweiten Mal in Folge schrammte man am Tie-Break-Erfolg vorbei. Nachdem die Kirsche und Co schon in Chemnitz eine 13:10-Führung nicht ins Ziel retten konnten (13:15), war es gegen Grimma ähnlich. Hier führten die Lederer-Schützlinge im entscheidenden Satz bereits 13:11, um sich erneut geschlagen geben zu müssen. Dennoch war beim Heimtrainer keine Enttäuschung auszumachen, als er nach dem Spiel davon sprach, dass er „nach einem 17:19 keinen Grund zur Unzufriedenheit“ hätte und versprach, dass seine Mannschaft weiter hart arbeiten werde, denn auch wenn man wisse, wohin es gehen soll, wäre man „trotz aller sichtbaren Verbesserungen noch nicht dort angelangt“.</p> <p class="MsoNormal">Gästecoach Darko Despotovic, nach seiner Bandscheiben-Operation wieder an der Linie aktiv, bedankte sich bei den Fans, die die Auswärtsaufgabe zu einem Heimspiel werden ließen, und lobte seine Mannschaft, die allen Problemen im Vorfeld des Spieles erfolgreich getrotzt hatte. Damit meinte er vor allem die Erkrankungen einiger Spielerinnen im Wochenverlauf. So musste u.a. „Stöcki“ Stöckmann pausieren, Zuspielerin Julia Eckelmann meldete sich mit Fieber vom Abschlusstraining ab, bei dem auch Tanita Königsheim wegen einer Erkältung, <span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span>die sie noch am Freitag ans Bett gefesselt hatte, fehlte. </p> <p class="MsoNormal">Die Vorzeichen waren also alles andere als günstig, zumal Engelsdorf nach dem wochenlangen Ausfall zweier Leistungsträger (Sandra Kirsche/Josefine Seifert) wieder mit voller Kapelle antrat. Schon die ersten Ballwechsel machten deutlich, dass der einzige, der an diesem Tag in der Halle Geschenke verteilte, der Nikolaus war. Zunächst entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bis Grimma einen Engelsdorfer Vorsprung zuließ (17:20), den es nicht mehr zu kontern vermochte (19:24).</p> <p class="MsoNormal">Eine starke Aufschlagserie Tanita Königsheims (vom 4:2 zum 9:2) sorgte im 2. Satz frühzeitig für klare Fronten. Anika Boin, die noch im 1. Durchgang fast Alleinunterhalterin im Grimmaer Angriff war, erhielt nun Unterstützung von „Stöcki“, die spätestens jetzt im Spiel angekommen schien und nun die bislang beste Leistung nach ihrer Rückkehr ins Bundesligateam zeigte. </p> <p class="MsoNormal">Despotovic, der sich zum ersten Mal für eine Doppelbesetzung der Libera-Position entschieden hatte, sah sich in dieser taktischen Variante bestätigt, konnte doch Sandra „Mini“ Kinne dem Annahmeriegel die gewohnte Stabilität verleihen, während Maria Eckelmann nicht nur mit einigen spektakulären Abwehraktionen aufwartete, sondern nach ihrer Verletzung, so auch die Intention des Trainers, wieder wichtige Spielpraxis sammelte. </p> <p class="MsoNormal">Gleich zu Beginn des 3. Satzes hatte die Engelsdorfer Lok so richtig Fahrt aufgenommen. Deren Tempo zu halten fiel dem VV Grimma nun sichtbar schwer. Eine Schrecksekunde tat ihr übriges. VVG-Fädenzieherin Julia Eckelmann wurde von einem gegnerischen Angriffsball so unglücklich getroffen, dass sie minutenlang benommen auf dem Parkett liegen blieb und behandelt werden musste. Dies übernahm die Engelsdorfer Physiotherapeutin Lisa Koßmann – eine Szene, die eindrucksvoll zeigte, dass es ein Spiel war, in dem zwar keiner dem anderen etwas schenken wollte, aber das immer fair und voller Anerkennung für das auf der anderen Seite Geleistete geführt wurde. Obwohl Eckelmann weiter mitwirken konnte, brauchte Grimma etwas Zeit, um den davoneilenden Engelsdorferinnen zu folgen. Nora Ebert und Sandra Peter, viele Jahre Leistungsträger im Muldental, wussten zudem um die traditionellen Grimmaer Schwächen, die sie in dieser Phase konsequent zur Engelsdorfer Satzführung nutzten.</p> <p class="MsoNormal">Im 4. Durchgang meldeten sich endlich Tanita Königsheim und Kirsten Finke, später zur besten Spielerin Grimmas gewählt, mit Zählbarem im Angriff zu Wort. So wurde das Grimmaer Spiel für den Gegner unberechenbarer und damit erfolgreicher. Mutige Aufschläge „Stöckis“ in der Mitte des Satzes ließen nicht nur die Engelsdorfer Hoffnung auf einen „Dreier“ platzen, sondern die eigene Mannschaft nun auch aus der Abwehrsituation heraus häufiger punkten. </p> <p class="MsoNormal">Der von Spielern so ungeliebte 5. Satz musste die Entscheidung bringen. Und in diesem wogte das Geschehen hin und her. Leidenschaftlich verteidigten alle Aktiven jeden Zentimeter ihres Spielfeldes, versuchten die Lücke im gegnerischen Abwehrbollwerk zu finden, griffen mutig an oder mit Köpfchen, schlugen die Bälle hart oder taktisch geprägt, kurz, es war ein sehenswerter und durch den Kampf zweier gleichwertiger Teams geprägter Finaldurchgang. Grimma ging zunächst 2:0 in Front, Engelsdorf konterte zur 7:5-Führung, Grimma wechselte mit einem 1-Punkt-Vorsprung (8:7) die Seiten. Beim 13:11 war Lok auf der Siegerstraße, auf die Grimma erst beim 14:13 einbog und Engelsdorf – trotz dessen starken Aufbäumens- nicht mehr vorbeiließ. </p> <p class="MsoNormal">Die Freude beim VV Grimma war riesengroß, aber auch der Respekt vor der Leistung des Verlierers, der an diesem Abend bei etwas mehr Glück auch der Sieger hätte sein können.</p> <p class="MsoNormal">Die einzige Frage, die nach dem Schlusspfiff noch offen blieb, war die, wie es die angeschlagenen Grimmaerinnen nach diesem mentalen und physischen Kraftakt keine 20 Stunden später schaffen sollen, ausgeruhte und nach ihrem 3:0-Erfolg gegen Erfurt hoch motivierte Dresdnerinnen in Schach zu halten. Es wäre jammerschade, wenn die gegen Engelsdorf gewonnenen Punkte wieder hergegeben werden müssten.</p> <p class="MsoNormal">Jan Zangrando, 7.12.2014</p><p class="MsoNormal">Foto: Dieter Koch (Weitere tolle Spielfotos sind auf unserer Facebook-Seite veröffentlicht!)</p>    [Eintrag vom 7.12.2014]


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